Mit "Der Swimmingpool am grauen Meer" präsentiert die Autorin Claudia Schilinski ihren ersten Erzählband. Schilinskis Lesung auf der Frankfurter Buchmesse 2011 ist der melancholischen Kurzgeschichte "Abschied in Venedig" gewidmet, welche darstellt, wie vergänglich Liebe sein kann und wie schutzlos wir alle sowohl dem Schicksal als auch unseren Gefühlen ausgeliefert sind. Schon vor drei Jahren ist die Beziehung zwischen der Protagonistin Laura und dem schönen wie intelligenten Stefano in die Brüche gegangen, und dennoch scheint Laura immer noch nicht fassen zu können, wie ihr geschieht. "Abschied in Venedig" besteht zu einem großen Teil aus Rückblenden, in denen Laura die letztlich wunderbare Beziehung der beiden Revue passieren lässt, und die schließlich mit einem letzten Treffen in Venedig ihr Ende nahm.
Zuerst erinnert sich Laura, wie sich Stefano und sie damals in einem italienischen Café am Savignyplatz in Berlin trafen und sich zu einem Opernbesuch in der Oper unter den Linden verabredeten. Was folgte, war ein geradezu traumhafter Abend, während dem die beiden erkannten, dass sie regelrechte Seelenverwandte waren. Zurück im Hier und Jetzt ringt sich Laura zu einem Anruf bei Stefano durch -- und muss erleben, wie ihre Welt zusammenbricht.

Foto: Die Autorin Claudia Schilinski liest beim Lesemarathon am Stand der Frankfurter Verlagsgruppe.