Die Autorin Reingard Blechschmidt präsentiert auf der Frankfurter Buchmesse 2011 ein stark biographisch geprägtes Buch, welches einen gleichermaßen zeitaktuellen wie brisanten Hintergrund aufweist. Ihr geschiedener Mann Rudolf Blechschmidt gründete im Jahr 2005 ein Bauunterehmen in Kabul und ahnte nicht, dass ihn ein Schicksal erwartete, das die deutsche Öffentlichkeit erschüttern sollte. Beim Inspizieren eines Staudamms zwei Jahre später wurde der Bauingenieur von Taliban entführt. Was für ihn folgte, waren unmenschliche Entbehrungen und Qualen für Blechschmidt, welche auch die Leben seiner Freunde und Verwandten für immer verändern sollten.
"Die drei verlorenen Säulen des Lebens" ist eine detailliert beschriebene wie fesselnde Bestandsaufnahme der unglaublichen Leidensgeschichte Blechschmidts, die ihn bis an die Grenzen seiner körperlichen wie psychischen Belastbarkeit führte. Mehr als einmal war Blechschmidt überzeugt, dass nun kein Überleben mehr möglich sei und dass ihm ein ähnliches Schicksal drohen würde, wie seinem Kollegen Rüdiger Diedrich, der von den Terroristen kaltblütig getötet wurde. Die auf der Frankfurter Buchmesse 2011 aufgenommene Lesung setzt kurz nach Blechschmidts Gefangennahme ein und findet ihren Höhepunkt in einem Ereignis, das weder Blechschmidt noch seine Mitgefangenen für möglich gehalten hätten.

Foto: Die Autorin Reingard Blechschmidt liest beim Lesemarathon am Stand der Frankfurter Verlagsgruppe.