Das vorliegende Buch ist eine Aufarbeitung von ganz persönlichen „Begegnungen“ und Erlebnissen mit Russen und Bonzen in der DDR und der UdSSR zwischen Mai 1945 und den frühen 1990er Jahren. Thematisiert werden das direkte Zusammenleben und Zusammenarbeiten mit russischen Soldaten in der unmitelbaren Nachkriegszeit sowie Erfahrungen mit Russen in Schule, Studium und Beruf. Es handelt sich nicht um die Wiedergabe von Berichten und Erzählungen anderer Leute. „Dafür verbürge ich mich!!!“, erklärt der Autor Klaus Ott ausdrücklich. Großen Wert legt er dabei auf seine Parteilosigkeit.
Ott will mit dem vorliegenden Buch auf keinen Fall eine nachträgliche Glorifizierung der russischen Besatzungsmacht und des sozialistischen Systems bewirken, geschweige denn etwas verschönern oder abschwächen. Viel Unrecht ist Unschuldigen widerfahren. Dem Autor ist aber auch bekannt, dass vieles, was in den Erzählungen und Berichten mitgeteilt wird, oft aus zweiter oder dritter Hand stammt und größtenteils nur von Grausamkeiten handelt.
Dass es auch andere Seiten der Erfahrung und des Erlebens mit den Russen gab, soll dieses Buch aufzeigen und belegen. So wie jede Medaille zwei Seiten hat, die man zur Bewertung sehen und kennen muss, so soll dieses Buch beide Seiten der Erfahrungen und Erlebnisse mit den Russen darstellen. Persönlicher Hass auf die Russen, Voreingenommenheit und Zweifel sollten beim Lesen des Buches keine Begleiter sein.
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Klaus Ott
„Begegnungen“ mit Russen und Bonzen in fünf Jahrzehnten
August von Goethe Literaturverlag
161 S.
€ 9,90, sFR. 18,50
ISBN 978-3-8372-0137-6