Lotte Musyl, "Sommerglut"

Die Liebe wird oft die schönste Sache der Welt genannt. Doch was ist, wenn sie uns todunglücklich macht? Das Herz an den Falschen zu verlieren kann uns wahrlich das Leben zur Hölle machen. Dass die Protagonistin Viola sich nicht mit Gerhard, einem jungen Arbeitskollegen ihres Mannes hätte einlassen sollen, weiß sie nur zu gut. Doch es scheint, dass Viola und Gerhard schlicht nichts dagegen tun können, dass sie sich mit einer Leidenschaft ineinander verlieben, wie die beiden sie noch nie erfahren haben. Dass auch Gerhard glücklich verheiratet ist, verkompliziert die Situation der beiden selbstredend zusätzlich.

Schwere Schuldgefühle und die Angst vor Entdeckung halten die beiden vorerst von einem Treffen ab - doch da geschieht es. Und erwartungsgemäß folgt auf die Momente voll Glück, die die beiden erleben durften, unerträgliche Qual. Als Gerhard wieder in seine graue Alltagswelt zurückkehren muss, beginnt sich die Protagonistin vor Sehnsucht nach dem nächsten geheimen Treffen geradezu zu verzehren. Violas Gefühle beginnen sich, ihrer regelrecht zu bemächtigen, was der Leser in ihren tagebuchartigen Berichten hautnah miterleben darf. "Sommerglut" erweist sich so als ergreifende Lektüre voller berührender und oftmals beklemmender Emotionalität und stellt dar, was geschehen kann, wenn wir wider Willen zum Spielball unserer Leidenschaft werden.

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Lotte Musyl
Sommerglut
August von Goethe Literaturverlag
116 S., € 8,90
ISBN: 978-3-8372-0426-1



 

Foto: Willkommen beim Deutschen Literaturfernsehen, Autorin Ilse Pohl spricht.
Grafik: August von Goethe Verlag fördert Deutsches
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